Der Fischerort und seine Geschichte

Die Halbinsel Wittow war einst das Zentrum des Ostseeheringfanges. Zu dieser Zeit gab es große Handelsplätze an denen die Kaufleute ankerten. Um den frisch gefangenen Fisch verpacken zu können, wurden in einigen natürlichen Meeresbuchten Hütten errichtet. Diese wurden dann „Vittas“ genannt, was soviel wie Stapel- oder Handelsplatz heißt.

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Die größte und bedeutendste Vitte hat sich im Laufe der Jahre zu einem kleinen Fischerdorf entwickelt, das heutige Vitt. Dieses Dorf beinhaltet 13 reetgedeckte Wohnhäuser. Um das Dorf mit dem Vitte auf Hiddensee zu unterscheiden, wurde 1945 aus Vitte Vitt. 1946 erhielt Vitt erstmalig elektrisches Licht und 1973 wurde das Dorf, dank seiner lang erhaltenen Ursprünglichkeit der Häuser, zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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Bis 1980 gab es als einzige Wasserversogung Vitts einen Brunnen im Zentrum des Dorfes. 1980 gab es dann endlich eine zentrale Wasserleitung im Ort, der ursprüngliche Brunnen ist allerdings noch heute im Zentrum zu finden. 1990 wurde die einstige Fischerbrigade Vitts aufgelöst und eine Fischerräucherei eröffnet. Diese wurde von den Vitter Fischern betrieben, die jeden Tag köstlichen Dorsch, Aal oder Hering an Land zogen und anschließlich räucherten. Diese Tradition ist bis heute geblieben, denn noch immer bietet die kleine Räucherei am Hafen von Vitt frischgeräucherten Fisch an. Direkt nebenan im „Cafe am Meer“ kann man es sich bei einem Kaffee oder einem Stück Kuchen gemütlich machen, und dabei auf das atemberaubende Panorama Kap Arkonas blicken. Im „Goldenen Anker“ kann man sich die heimischen Fisch-Spezialitäten oder auch ein einfaches Fischbrötchen schmecken lassen und dabei das maritime Flair der Gaststätte genießen.

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